Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, haben wir an den Gedenkveranstaltungen in der LVR-Klinik Langenfeld teilgenommen.
In einem würdigen Rahmen wurde an die Menschen erinnert, die während der NS-Zeit verfolgt, entrechtet und ermordet wurden – darunter auch Langenfelderinnen und Langenfelder. Besonders eindrucksvoll war der Vortrag von Dr. Keywan Klaus Münster, der persönliche Opferbiografien in den Mittelpunkt stellte und deutlich machte, dass hinter jedem Namen ein individuelles Schicksal steht.
Die Veranstaltungen wurden gemeinsam mit dem Langenfelder Bündnis „Wir für Demokratie“ sowie Kulturgut e. V. gestaltet. Beide leisten seit Jahren wichtige Arbeit für Erinnerung, Aufklärung und demokratische Kultur in unserer Stadt.
Bei der Kranzniederlegung am Gedenkstein auf dem Klinikgelände sowie beim Verlesen der Namen ermordeter Patientinnen und Patienten wurde sichtbar, wie wichtig gemeinsames Erinnern und Innehalten auch heute noch ist.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem die Langenfelder Stolperstein-Patinnen und -Paten für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt. Sie kümmern sich um die derzeit 15 Stolpersteine in Langenfeld und halten damit die Lebens- und Leidensgeschichten der Opfer im öffentlichen Raum präsent.
Erinnerung lebt vom Mitmachen. Sie ist Mahnung, Verantwortung und Auftrag zugleich.